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Anwälte

Frau Vester-Weber ist fast ausschließlich in den Bereichen Familienrecht und Medizinrecht tätig. Folgerichtig hat sie auf diesen Gebieten auch die entsprechenden Fachanwaltstitel erworben. Die in den familienrechtlichen Angelegenheiten (Scheidung, Unterhalt, Sorgerecht) und in den medizinrechtlichen Fällen (Arzthaftung, ärztliches Gebührenrecht, Vertragsgestaltung) geleistete anwaltliche Tätigkeit deckt sich mit der typischen Beschreibung der jeweiligen Fachanwaltstätigkeit.

Warum tragen die anderen Partner auf ihren Spezialgebieten keine Fachanwaltstitel? Das hat vor allem zwei Gründe:

Zum einen erfordert die Betreuung mancher Mandanten eine Spezialisierung auf mehreren Gebieten, die sich in keinem Fachanwaltslehrgang erwerben lässt. Es gibt keinen „Fachanwalt für Stiftungsrecht“. Das für die rechtliche Betreuung von Stiftungen relevante Fachwissen wird zwar in den Fachanwaltslehrgängen für Gesellschaftsrecht, Steuerrecht und Erbrecht sowie Verwaltungsrecht jeweils gestreift, aber nicht in einem rechtstatsächlichen Zusammenhang dargestellt. Die Verwaltung des Stiftungsvermögens wirft regelmäßig weitere typische Fragestellungen auf, deren Behandlung eine entsprechende Expertise verlangt. Dieser Querschnitt durch mehrere Fachgebiete wird durch keinen Fachanwaltstitel abgedeckt.

Zum anderen kann der Fachanwaltstitel für ein Spezialgebiet potentielle Mandanten auch davon abhalten, mit Angelegenheiten aus anderen Gebieten bei seinem „Fachanwalt“ vorstellig zu werden.

Schließlich soll ein weiterer Umstand im Zusammenhang mit dem Erwerb von Fachanwaltstiteln nicht verschwiegen werden: Wer Fachanwalt werden will, muss auf seinem Gebiet innerhalb einer bestimmten Zeit eine Mindestanzahl von Fällen vorweisen können. Dazu gehört regelmäßig auch eine bestimmte Anzahl selbst durchgeführter gerichtlicher Verfahren. Dies kann einen jungen Anwalt dazu verleiten, Streitigkeiten vor Gericht zu bringen, die man besser außergerichtlich befriedet hätte.

Besser haben es da Junganwälte in Großkanzleien: Dort erlebt man immer wieder junge Kollegen, die innerhalb einer beeindruckend kurzen Zeit gleich eine ganze Reihe von Fachanwaltstiteln erworben haben. Das ist aber nur möglich, wenn sie in ihrer Fallliste auch Fälle von Sozietätskollegen als eigene ausgeben, Fälle also, die sie nicht selbst und vor allem nicht eigenverantwortlich bearbeitet haben. Diese Praxis relativiert den Wert eines Fachanwaltstitels.